Viele falsche Vorstellungen gibt es über den Schlaf, seinen Rhythmus und die Schlafphasen. Viele Menschen leiden darunter. Aber auch Missverständnisse und daraus resultierende überzogene Erwartungen können Schlafstörungen hervorrufen.
Jeder wünscht sich, abends einzuschlafen und erst am Morgen frisch und munter wieder aufzuwachen. Diese Vorstellung entsprechen aber nicht der Wirklichkeit. Daher habe wir für Sie eine Zusammenstellung von weit verbreiteten falschen Vorstellungen über den Schlaf und deren Richtigstellung für Sie zusammengestellt. Der Text basiert auf Untersuchungen der Firma Lattoflex für deren Kooperation wir uns herzlich bedanken.
Und zur weiteren Lektüre empfehlen wir Ihnen natürlich unseren Produktbereich mit Schlafsystemen für einen gesunden Schlaf.
verbreitete Vorstellung |
Richtigstellung |
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Ein guter Schläfer wacht nachts nicht auf. Er schläft die ganze Nacht über tief und fest. |
Mehrmaliges Aufwachen gehört zu einem gesunden Schlaf. Bei sieben Stunden Schlaf und durchschnittlich 4 x Erwachen pro Stunde wachen wir ca. 28 x pro Nacht auf. Beträgt die Wachzeit unter drei Minuten, erinnern wir uns nicht. Bei über drei Minuten Wachzeit erinnern wir uns an das nächtliche Erwachen. Rein subjektiv beurteilen wir es als störend – ist es aber für den Erholungswert nicht. |
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Man benötigt 8 Stunden Schlaf, um fit und ausgeruht zu sein. |
Die Schlafdauer ist individuell verschieden. Kurzschläfer kommen mit 5-6 Stunden Schlaf aus, während Langschläfer 9 Stunden und mehr benötigen. Entscheidend für die Erholung ist in erster Linie die Schlafqualität und nicht die Schlafdauer allein. |
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Man gewöhnt sich mit der Zeit an weniger Schlaf. Schlaf ist reine Ansichts- und Trainingssache. |
Nicht wirklich, wenn auf Dauer die individuell benötigte, genetisch bedingte Schlafzeit unterschritten wird. Wer über Monate oder gar Jahre zu wenig schläft, muss mit ernst-haften Folgen rechnen: Herz- und Kreislauferkrankungen, Magen-Darm-Probleme, erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, Frühdiabetes. Wer auf Dauer zu wenig schläft, wird viermal so häufig depressiv wie andere Leute. Ganz zu schweigen davon, dass Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und Lebensfreude immer mehr abnehmen. |
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Der Schlaf vor Mitternacht ist der Beste. |
Wir erholen uns vor allem im Tiefschlaf, der in den ersten 5 Stunden des Nachtschlafes stattfindet. Diese ca. 5 Stunden können wir vor Mitternacht kaum schaffen. Deshalb ist der Schlaf nach Mitternacht genauso wichtig. Die biologische Mitternacht ist zwischen 3 und 4 Uhr morgens, wenn Körpertemperatur und Organismus biologisch im Keller sind und die Produktion der Wachstumshormone eingestellt wird. Mit der Ausschüttung des Stresshormons Cortisol wird der Körper auf den Tag eingestimmt. Es findet kein Tiefschlaf mehr statt. Spätestens nach 5 Stunden Schlafzeit bzw. nach der biologischen Mitternacht endet der Tiefschlaf, je nachdem, was früher eintritt. Je näher an 3 Uhr wir einschlafen, desto kürzer fällt der Tiefschlaf aus. Bei Abendmenschen, den sog. Eulen, findet die biologische Mitternacht deutlich später statt. |
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Das Befinden unmittelbar nach dem Aufwachen ist ein Zeichen dafür, ob man gut oder schlecht geschlafen hat. |
Das Befinden nach dem Aufwachen hängt davon ab, aus welcher Schlafphase man aufwacht. Klingelt der Wecker im Leichtschlaf, sind wir weniger schlaftrunken als wenn wir aus dem Traumschlaf geweckt werden. Besonders lange dauert das Zu-sich-Kommen wenn wir aus dem Tiefschlaf geweckt werden. Entscheidend für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit während des Tages ist die Qualität des Nachtschlafes. |
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Schlaf ist ein passiver Zustand, den man auch als kleinen Bruder des Todes bezeichnet. |
Keineswegs, denn Schlaf ist ein hochaktiver, lebensnotwendiger, sich im Laufe des Lebens ändernder Prozess. Der Schlaf sorgt für unsere körperliche und seelische Regeneration und damit für Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. |
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Ein "Schlummertrunk" ist das beste Schlafmittel. |
Der abendliche „Schlummertrunk“ verdient seinen Namen nur zum Teil. Denn seine entspannende und schlafanstoßende Wirkung, kann allabendlich genossen, schnell zur Gewöhnung führen. Man schläft zwar anfangs relativ gut ein, erwacht aber häufig in der zweiten Nachthälfte und schläft nur schlecht wieder ein. In der Folge können Durchschlafstörungen entstehen. Der Schlaf wird flacher (deutlich verkürzte Tiefschlafphasen) und unruhiger. Übrigens: die muskelentspannende Wirkung des Alkohols fördert auch das Schnarchen. Außerdem wird die Wirkung von Medikamenten und Schlafmitteln durch Alkohol verstärkt. |
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Alte Menschen brauchen weniger Schlaf als jüngere Menschen. |
Ja, falls sich der Schlafbedarf im Alter überhaupt ändert, sinkt er. Mit zunehmendem Lebensalter reduziert sich der Nachtschlaf und mit ca. 70 Jahren schläft ein Mensch oft nur noch 5 bis 6 Stunden. Zählt man die Schlafzeiten während des Tages, also den Mittagsschlaf und die Nickerchen zwischendurch hinzu, dann kommt auch der ältere Mensch auf sein gewohntes Pensum. |
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Wenn man lange braucht, um einzuschlafen, muss man abends besonders früh ins Bett. |
Nein, eher besonders spät und nur, wenn man richtig müde ist. Dann schläft man schneller ein und verbindet das Bett mit wohliger Entspannung und erholsamem Schlaf. Es ist dann nicht mehr der Ort des Nachdenkens und Wachliegens. |
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Kalt schlafen ist gesund. |
Kälte verspannt, Wärme entspannt. Empfehlenswert ist eine Raumtemperatur zwischen 18 und 20°C bei einer Luftfeuch-tigkeit von ca. 50 %. Unter 16°C sollten es nicht sein. |
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Morgenstund hat Gold im Mund. |
Dies gilt nur für die Morgenmenschen, die Lerchen. Für Abendmenschen, die Eulen, trifft diese Weisheit nicht zu. |
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Wer müde ist, kann auch gut schlafen. |
Müdigkeit allein reicht oft nicht aus. Sorgen und Grübeleien verhindern oft das Einschlafen. Oft hilft es, vor dem Schlafengehen den Kopf frei zu machen, in dem man aufschreibt, was einen nicht loslässt oder bewegt: Die Probleme des vergangenen Tages genauso wie Wichtiges für den kommenden Tag. Ein Tagebuch nimmt die Angst, etwas zu vergessen. Auf dem Nachtschrank deponiert, können die nächtlichen Gedanken gleich niedergeschrieben werden. |
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So wie ich mich ins Bett lege, wache ich morgens auch wieder auf. |
Auch wenn Einschlaf- und Aufwachposition identisch sind, finden im Laufe der Nacht unbewusst zwischen 20 und 60 Bewegungen und Lagewechsel statt. Sie verhindern, dass wir uns durchliegen. |
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Ein gesundes Bett muss hart sein. |
Ein gesundes Bett ist körpergerecht und möglichst individuell einstellbar. Es passt sich in jeder Lage stützend und tragend an. |
verbreitete Vorstellung |
Richtigstellung |
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Im Laufe des Tages nimmt die Müdigkeit stetig zu. |
Ca. alle vier Stunden stellt sich ein Leistungstief ein. Das erste Tief zwischen 9 und 10.00 Uhr, dann gegen 13.00 und am späten Nachmittag gegen 17.00 Uhr. Dieser Abfall der Leistungsfähigkeit wird durch unseren biologischen Rhythmus erzeugt. |
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Das Befinden am Tage ist ausschließlich von der Qualität des Nachtschlafes abhängig. Wer nachts schlecht schläft, muss sich tagsüber schonen. |
Das Befinden am Tage ist von vielen Faktoren abhängig. Schlechter Schlaf kann zur Ausrede dafür werden, dass man sich schlecht fühlt. Dabei ist ausreichend Tagesaktivität eine wichtige Bedingung für den gesunden, erholsamen Nachtschlaf. |
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Nach einer schlechten Nacht muss der verpasste Schlaf in der darauffolgenden Nacht nachgeholt werden. Man sollte entsprechend früher zu Bett gehen. |
Der Körper reguliert in gewissem Umfang Schlafdefizite. |
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Der wichtigste Teil, nämlich der Tiefschlaf zur körperlichen Regeneration, wird nach einer durchwachten oder schlechten Nacht in der darauffolgenden Nacht zu Lasten der anderen Schlafphasen nachgeholt. |
Gelegentlich versäumter Schlaf wird problemlos ausgeglichen. Chronischer Schlafmangel dagegen nicht. |
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Ich habe die ganze Nacht kein Auge zugetan. |
Auch Schlafgestörte, die felsenfest davon überzeugt sind, „die ganze Nacht kein Auge zugetan“ zu haben, erfahren spätestens im Schlaflabor, dass sie doch, wenn auch nur wenig, geschlafen haben. Diese kurze Schlafzeit gewährleistet ein Minimum an Erholung und verhindert, das Menschen an Schlafmangel sterben. |
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Schnarchen ist lästig für den Partner, aber im Grunde harmlos. |
Aus dem „normalen“ Schnarchen kann eine Apnoe, d. h. Schnarchen in Verbindung mit nächtlichen Atemstillständen entstehen. Das Gehirn bemerkt den Atemstillstand nach 10 bis 30 Sekunden und löst dann eine Aufwachreaktion aus, die dazu führt, dass die Schlafenden mit einem explosionsartigen Schnarchlaut aufwachen. Die Aufwachepisoden sind sehr kurz und bleiben nicht im Gedächtnis haften, wenden aber immer wieder den Erstickungstod ab. Schnarcher klagen selten über schlechten Schlaf, aber fast immer über Tagesmüdigkeit sowie Leistungs- und Konzentrationsschwäche. |
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Bei Schlafstörungen sollte man zunächst einmal abwarten, ob sie nicht von selbst verschwinden. |
Nein, auf keinen Fall. Man kann auch „lernen“ schlecht zu schlafen. Deshalb möglichst rasch abklären. |
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Schlafhygiene – auch so eine Modeerscheinung. |
Im Gegenteil. Viele Schlafstörungen lassen sich vermeiden bzw. verschwinden durch ganz einfache Maßnahmen: z. B. abendlicher Spaziergang, Entspannungsbad oder –übungen, das Hören entspannender Musik, ein gutes Buch, das Gespräch mit dem Partner, der Partnerin usw. Auf welche Weise der Tag auch ausklingt: Wichtig ist, sich ausreichend Zeit zu nehmen, um „abzuschalten“ und sich seelisch auf die Nacht einzustimmen. |
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Zum Arzt gehen nützt nichts. Ärzte haben keine Zeit und interessieren sich nicht für solche Bagatellen wie Schlafstörungen. |
Ein guter Arzt nimmt sich die Zeit, die Ursache der Schlaf-störungen genau abzuklären, denn fast jede Erkrankung kann den Schlaf beeinflussen. Umgekehrt können Schlaf-störungen auf Dauer zu Erkrankungen führen. |
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Mittagsschlaf – das ist etwas für Kinder und alte Menschen. |
Er ist in jedem Alter sinnvoll, denn von der inneren Uhr her sind Menschen auf einen Mittagsschlaf und darüber hinaus sogar auf mehrere tägliche Nickerchen programmiert. |
verbreitete Vorstellung |
Richtigstellung |
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Kinder schnarchen nur, wenn sie erkältet sind. |
Nicht nur. Auch unter Klein- und Schulkindern gibt es viele gewohnheitsmäßige Schnarcher. Typische Merkmale dieser Kinder: Hyperaktivität, Tagesmüdigkeit und oft aggressives Verhalten, aber auch schlechtere schulische Leistungen als bei den nicht-schnarchenden Kindern. Man vermutet, daß der Schlaf, ebenso wie bei den erwachsenen Schnarchern, gestört wird und die Schlafqualität entsprechend schlecht ist. Ebenso wie das Schnarchen mit einem Mal beginnt, kann es auch einfach wieder verschwinden. |
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Kinder müssen spätestens um 20.00 Uhr im Bett sein. |
Kinder haben einen größeren Schlafbedarf als Erwachsene. Schlafen sie im Vorschulalter noch 10-12 Stunden und halten auch noch täglich ihren Mittagsschlaf, so nimmt ab dem Schulalter die Schlafmenge deutlich ab und sinkt auf ca. 8,5 Stunden pro Nacht, auch der Mittagsschlaf entfällt ab spätestens dem 8. Lebensjahr. Die optimale Schlafenszeit hängt von der Weckzeit ab, die individuell sehr verschieden sein kann. Bei Kindern, die permanent zu wenig Schlaf bekommen, z. B. durch zu langes fernsehen, wird nach-lassende Leistungsfähigkeit festgestellt. |
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Unartige Kinder müssen zur Strafe früh ins Bett. |
Ins Bett gehen darf nie Strafe sein. Auch Kinder sollten dann ins Bett gehen, wenn sie angenehm müde sind bzw. zu einer festen Zeit, um ausreichend Schlaf zu bekommen. Das Bett sollte immer mit der angenehmen Assoziation von Ent-spannung und Erholung verbunden sein. |
verbreitete Vorstellung |
Richtigstellung |
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Nur wenige Menschen träumen jede Nacht. |
Jeder Mensch träumt jede Nacht. Erinnern kann man sich an die Träume aber nur, wenn man unmittelbar nach einer Traumphase geweckt wird. |