Geschichte und Entwicklung der Ergonomie (Teil 2)
Die Satzung der "Ergonomics Research Society" fasste die Ziele der Ergonomie später zusammen als:
"... erforscht die Beziehungen zwischen dem Menschen und seiner Arbeit, Arbeitsmittel und Umgebung, insbesondere durch Anwendung von anatomischem, physiologischem und psychologischem Wissen auf die daraus entstehenden Probleme".
Zur internationalen Verbreitung des Begriffs Ergonomie trug vor allem die seit 1957 erscheinende Fachzeitschrift "ERGONOMICS" bei.
Im Jahre 1959 erfolgte dann die Gründung einer "Internationalen Ergonomischen Gesellschaft" (IEA), in der über 20 nationale Gesellschaften zusammengefasst sind. Als nationale Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland ist die "Gesellschaft für Arbeitswissenschaft - GfA" vertreten.
Im Zusammenhang mit der Entwicklung des Begriffs "Ergonomie" in der Gegenwart ist zu erwähnen, dass sich in Japan neben dem Begriff "Ergonomie" noch eine "Human Ergology" entwickelt hat. Im Gegensatz zur Ergonomie wird in der Ergologie vor allem die physiologische Komponente der menschlichen Arbeit betont, die noch durch die Berücksichtigung anthropologischer Aspekte ergänzt wird.
Die Bezeichnung "Ergologie" wird auf eine Idee des deutschen Physiologen Haeckel (1834-1919) zurückgeführt, der damit erste Vorstellungen zu einer anthropologisch begründeten Physiologie des arbeitenden Menschen kennzeichnen wollte.
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